Septorhinoplastik kombiniert die Begradigung der gekrümmten Nasenscheidewand (Septum) mit der ästhetischen geschlossenen Rhinoplastik in einer einzigen Sitzung unter Vollnarkose. Atembeschwerden und Nasenform werden gemeinsam behandelt.
Das Septum ist die mittlere Knorpel-Knochen-Wand, die die Nase in zwei Hälften teilt. Bei einem gesunden Septum verläuft es genau in der Mitte. Durch Trauma, angeborene Strukturen oder Asymmetrie im Wachstum kann es nach rechts oder links abweichen — dies nennt man "Septumdeviation".
Früher wurden Septum- (funktional) und Rhinoplastik- (ästhetisch) Operationen getrennt durchgeführt. Der moderne Ansatz kombiniert beide, weil:
In den meisten Deviationsfällen sind auch die Nasenmuscheln vergrößert. Mit Radiofrequenz, Laser oder chirurgischer Reduktion wird die Muschelgröße verringert.
Nach Abschluss der Septum- und Muschelverfahren werden die gewünschten ästhetischen Änderungen mit der geschlossenen Technik durchgeführt (Höckerreduktion, Spitzenrotation usw.).
In Deutschland: GKV (gesetzliche Krankenversicherung) deckt ästhetische Eingriffe NICHT. Eine medizinische Indikation (Septoplastik bei Atembehinderung) kann teilweise von einer privaten Krankenversicherung (PKV) erstattet werden.
In Österreich: ÖGK deckt nur funktionale Septoplastik, nicht den ästhetischen Anteil.
In der Schweiz: Grundversicherung deckt nur die funktionale Septoplastik bei nachgewiesener Atembehinderung.
Allgemein ähnlich der geschlossenen Rhinoplastik, mit einigen Besonderheiten für den Septumteil:
Bei der Beratung wird Ihr Septum-Zustand bewertet; in einer Sitzung können sowohl ästhetische als auch funktionale Anliegen geplant werden.
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